Ein schicksalhaftes Wiedersehen - Ultramarine und Aeldari vs Necrons

    • Offizieller Beitrag

    Genau. Und die obere auf der linken Seite. Viel werde ich da wohl auch nicht dran machen, sind ja eher Produktionsgebäde. Etwas Stahl, Rost, Staub. Vor allem der Boden wird aber überbeitet, so wie bei den anderen beiden: mehr Gras, außerdem mehr Pflanzen, die das ganze etwas überwuchern.

    • Offizieller Beitrag

    Prolog

    Zitat

    Xenos-Aktivitäten waren gemeldet worden. Krieger in silbernem Metall, die sich bewegten, als wären sie keine Lebwesen. Die Nachricht hatte Captain Atilus aufhorchen lassen. Damit hatte er schon einmal zu tun gehabt. Ein Aeldari-Hexer, der eine Schar metallener Geister angeführt hatte. Blaspehmische Konstrukte, gegen die die Waffen der Astartes nutzlos waren, deren eigene aber scheinbar mit verderpter Warpmagie schossen.

    Der fast knabenhaften Xenos hatte vorgegegben, nur wegen eines Artefakts gekommen zu sein. Und nachdem er es an sich genommen hatte, waren hatte er sich mit seinen Geisterkrieger zurückgezogen. Atilus hatte ihn gewarnt, nicht zurückzukommen. Offenbar hatte der Eldar die Warnung missachtet.

    Schicksalshaftes Wiedersehen

    Ok, der Titel ist bla, aber mir ist nichts besseres eingefallen. Diesmal haben wir endlich meinen Mann dazu gekriegt, mal wieder mitzuspielen. Das hieß Spiel zu dritt. Er wollte, wie er hinterher sagte, einfach nur die KI sein - immerhin hatte er sich für Necrons statt für seine Space Wolves entschieden. Das stellte uns dann vor das relative Problem, dass er nicht genug Modelle hat, um eine, zumindest nach seiner Auffassung sinnvolle, Liste zusammenstellen. Deshalb werdet ihr auf den Bildern die einen oder anderen Kriegertrupps sehen, die aber alle als Unsterbliche gespielt werden.

    Wir einigten uns auf das Szenario "Das Ritual". Cynewulf (Ultramarines) und ich (Aeldari) waren die Angreifer, mein Mann ( der Verteidiger, der außerdem den Ritualplatz in Form des Necron-was auch immer-Dings auf der schwarzen Parymide in seiner Aufstellungszone hatte, die bis zur Spielfeldmitte reichte. Er würde für jede Runde, in dem sein Kriegsherr bei dem Objekt bleibt und das Ritual ausführt (indem er nichts anderes macht), 10 Punkte bekommen, wir für die Eliminierung des Kriegsherren 30. Dazu erhält die Seite, die in der Befehlsphase zwei oder mehr Missionsziele kontrolliert, 10 Punkte, und nochmal 10, wenn sie mehr als der Gegner kontrolliert.

    Ultramarines - Anvil Siege Force
    • 1 Captain in Gravis-Rüstung
    • 2x Intercessor-Trupp à 10 Mann
    • 1 Redemptor Dreadnought
    • 1 Gladiator Lancer
    • 1 Repulsor Executioner
    Aeldari - Phantomkonklave

    Ja, ich hab's wieder gemacht, die unkaputtbaren, langsamen Austeiler. Aber ich wollte die Große einfach mal ausprobieren. ;) Die Weltenläufer waren Füllmaterial, um nicht zu viele Punkte zu verschenken.

    • 1 Geisterseher Ydrir
    • 5 Weltenläufer
    • 5 Geisterklingen mit Schwertern
    • 5 Geistergarde mit Wapsensen
    • 1 Geisterritter mit Schwert
    • 1 Wellenschlange mit Raketenwerfern
    Necrons - Sternenfall-Arsenal

    Ein Problem war, dass wir den Necron-Codex noch nicht haben. Ich hab die Profilkarten also aus den Datenkarten und New Recruit zusammengestellt. Dadurch hatten wir nur die Regeln von zwei Kontingenten komplett mit Gefechtsoptionen. Mein Mann entschied sich für das Sternenfall-Arsenal.

    • Lokhusta-Lord
    • 4x 10 Unsterbliche
    • 2x 5 Unsterbliche
    • 2x 6 Lokhusta-Destructoren
    • 2x 1 Schwerer Lokhusta-Destructor
    • 1x 2 Schwere Lokhusta-Destructoren
    • 1 Zerstörer-Barke
    • 1 Monolith
    Zitat

    Die Ultramarines und die Aeldari bewegten sich durch die Gehölze des Hochlandes. Der junge Seher hatte nur wenige Truppen mitgebracht, doch Atilus hatte die Widerstandsfähigkeit der Geisterkriegen und die Zerstötungskraft ihrer Waffen noch gut in Erinnerung. Außerdem war diesmal ein gigantisches Konstrukt dabei, dass in seiner Größe einem Imperialen Ritter in nichts nachstand, aber, das musste Atilus eingestehen, sich deutlich eleganter zwischen den Bäumen bewegte.

    Nach kurzer Zeit kam in der ferne zwischen den Bäumen ein Gebäude in Sicht, das sich als Stufenpyramide aus dem gleichen schwarzen Stein wie die Steelne herausstellte. Ein vierzackige Zinne aus der obersten Plattform glühte in unheimlichen Gelbgrün.

    "Unser Ziel." Atilus hörte die Stimme des Aeldari mehr in seinem Kopf als als mit den Ohren. "Was dort geschieht, muss aufgehalten werden. Oder mehr als nur die, auf die wir hier treffen, werden sich aus ihren Grüften erheben."

    Mit der Aufstellung kamen wir auf verhältnismäßig wenige Einheiten, während die Necrons ihre Truppen aufteilten. Gemäß den Regeln für das Spiel, plazierte mein Mann den Lokhusta-Lord auf der Pyramide. Cynewulf und ich verteilten unsere Truppen in die Wälder, was sich bei der kleinen Anzahl einfach gestaltete. Die Necrons verteilten sich durch ihre erweiterte Aufstellungszone und standen schon einmal an drei Missionszielmarkern von denen einer zugegebenermaßen für uns reichlich nachteilhft plaziert war. Andererseits vermieden wir so weitestgehen den Effekt der Kontingentsregel, die den Trefferwurf gegen Einheiten in Missionszielnähe um 1 verbessert.

    Runde 1

    Nachdem der erste Wurf für den Spielbeginn ein Gleichstand mit 6en, holte ich beim zweiten Wurf die Initative für die Angreifer. Cynewulf und ich kamen überein, dass ich Anfange, um meine Weltenläufer zum Einsatz zu bringen. In den vergangenen Spielen waren sie meist abgeschossen worden, bevor sie irgendwas hätten machen können. Auch diesmal standen sie recht ungünstig mehr oder weniger offen, unterhalb der Hügelkante beim großen Krater. Immerhin hatten sie dadurch etwas Deckung. Aber immerhin hatten sie von da aus freies Schussfeld auch den Lord. Allerdings verursachten sie, trotz BF 2+, nur drei Treffer, davon 2 Wunden, die der Lord beide rüstete.

    Die Barke der Necrons wandte sich dem Executioner zu, traf zwei Mal mit ihrer Hauptwaffe und nahm dem Panzer 4 LP. Der schoss zurück und erreichte eine Verwung, die die Barke mit ihrem Rettungswurf verhinderte. Die schweren Bolter und Gatling brachten außerdem zwei Immortals aus dem Trupp im Krater zu Boden.

    Auf der gegenüberliegenden Seite bewegte sich der Monolith auf die Ultramarines zu. Die Fluxprojektoren nahmen dem Captain, der wegen der Gravis-Rüstung keinem Trupp angeschlossen war, 2 LP ab. Das Partikelgeschütz verursachte den gleichen Schaden beim Dreadnought.

    Zitat

    Krieger aus silbernem Metall, die sich bewegten, als wären sie keine Lebenwesen. Und das war noch beschönigt. Diese Kreaturen glichen wandelnden Skeletten, seelenlosen Untoten. Grün gleißende Lichtbögen schossen aus ihren Waffen. Wo immer sie auf ein Ziel trafen, bohrten sie sich selbst durch die starken Ceramitplatten der Servorüstungen und sprangen von einem Bruder zum nächsten. Mit einem schwelenden Loch im Brustpanzer stürzte der erste der Intercessoren zu Boden. Atilus strauchelte und ging auf ein Knie, als der nächste Blitz ihn traf. Grade als er sich mühsam wieder aufrichtete, sah er die Laserbündel des Gladiators in die hochaufragende, silberne Kriegsmaschine vor ihm einschlagen. Sie hinterließen ein schwelendes Loch. Doch kaum dass das Glühen des Geschosses verebbt war, schien es, als würde das gläzende Metall von selbst wieder zusammenfließen. Augenblicke später war die Oberfläche so glatt und spiegelnd wie zuvor. Zum ersten Mal kamen Atilus Zweifel. Konnten sie diesem Gegener überhaupt etwas Anhaben? Benutzten die Eldar ihn und seine Brüder als Ablenkung? Welche Verirrung hatte ihn dazu bewogen, dem Xenos zu vertrauen?

    Der Boden erschütterte unter seinen Füßen. Mit langen, beinahe schwebenden Schritten schritt die gewaltige Kriegsmaschine der Eldar heran.

    Als nächstes versuchte der Geisterritter sein Glück und schoss auf den Lord, während sie sich auf den Monolithen zubewegte, doch auch sie erreichte nichts. Ihr Versuch, mit dem Monolithen in den Nahkampf zu kommen - die vollen 12" wären nötig gewesen - scheiterten an einem Wurf von 5. Ein schwerer Destructor versuchte den Gladiator zu treffen, schoss aber daneben, ein zweiter ebenso bei der Wellenschlange. Der Gladiator seinerseits konnte bei den Unsterblichen im Wald mit seiner Sturmbolter nichts ausrichten. Die eine Wunde, die er mit seinem Laser dem Monolithen zufügte, vereitelte dieser durch seinen Rettungswurf.

    Während auf der linken Flanke die Geisterwächter zur Unterstützung der Weltenläufer vorrückten, ging der Schlagabtausch zwischen Necrons und Ultramarines weiter. Die Unsterblichen im Wald schossen auf den Captain, von fünf Verwundungen rüstete er vier. Der Dreadnought nahm den Trupp auf dem Dach des Bunker, die ein Missionsziel hielten, unter Feuer. Gattling und Sturmbolter holten zwei Necrons raus, die Plasmakanone einen weiteren. Der zweite Trupp Unsterbliche im Wald rückte vor und nahm die Intercessoren unter Feuer - durch die Kontingenstregel hatten ihre Waffen [Sturm] - töteten einen Space Marine und ließen einen mit einem LP zurück.

    Zitat

    Ydrirs sensibler Geist konnte selbst im Transportpanzer die Emotionen des Losseainn wahrnehmen. Der Menschenkrieger hatte nicht ganz Unrecht. Seine Rolle war, das Feuer der Necrons auf sich zu ziehen, so dass seine Geisterkrieger, deutlich geringer an der Zahl, freier agieren konnten. Dennoch, auch wenn er nicht fürchten musste, dass die Astartes aufgaben und die Flucht ergriffen, konnten sie sich immer noch noch und jederzeit gegen ihn wenden, wenn sie das Gefühl bekamen, hintergangen und benutzt zu werden. Er musste sich beeilen.

    Mwerylis hatte bereits selbst die Initiative ergriffen und sich dem Monolithen zugewandt. Ihre gewaltige Erscheinung hätte jeden anderen Verbündeten außer die Losseainn wohl schon längst in die Flucht geschlagen. Wenn die größte Kriegsmaschine, die die Aeldari auf dem Feld hatten, ihnen zuhilfe kam, mochte dies das Vertrauen der Creistauead zumindet für das Erste sicherstellen.

    Ydrir wandte sich wieder seinem eigenen Ziel zu. Firondhirs Weltenläufer hatten die Position des Necrnlords gemeldet, ihn jedoch noch nicht ausschalten können. Sie mussten sich einen Weg zur Pyramide bahnen.

    Der Serpent fuhr vor, um in er nächsten Runde seine Passagiere, Ydrir und die Geisterklingen absetzen zu können. Da er auf dieser Seite aber auch freie Schussbahn auf den Destructorlord hatte, verzichtete ich auf das Vorrücken. Der Serpent feuerte seinen Sternenschlag-Raketenwerfer auf den Lord ab, traf und verwundete. Der Schadenswurf war 6 - ein Instant-Kill.

    Zitat

    Das Abfeuern des Raketenwerfer war als hohes Zischen im Inneren der Wellenschalgen zu vernehmen. Gespannt verfolgte Ydrir den Kurs der Raketen auf dem Display. Voraussicht war nicht die Sträke seiner psionischen Begabung. Dennoch, nur Augenblicke bevor das Geschoss einschlug, flammte eine Gefühl der Gewissheit in seinem Geist auf, das ihn das Geschehen buchstäblich vor seinem inneren Auge erscheinen ließ.

    Die Sternenschlagrakete beschrieb einen hohen, weiten Bogen zur Spitze der schwarzen Pyramide. Zielgenau schlug sie ein. Ein weiß gleißender Plasmaball hüllte den Necronlord ein. Das silberne Metall seines Körpers zerfloss regelrecht, ehe es verdampfte. Als das Licht verlosch, war keine Spur mehr von ihm.

    Die Antwort der Necrons folgte auf dem Fuße. Die Unsterblichen im kleinen Krater schossen auf die Wellenschlange. Und verursachten 3 Lebenspunktverluste, da der Schild nur gegen Waffen mit größerer Stärke als dem Widerstand des Panzers wirkt.

    Rund um den Bunker ging der Schlagabtausch weiter. Der vordere Intercessortrupp streckte drei Unsterbliche im Wald nieder, der hintere drei. Ein schwerer Destruktor positionierte sich beim Missionszielmarker in der Aufstellungszone und zog dem Gladiator drei weitere LP ab. Die Unsterblichen hinter der Barrikade rückten vor, verursachten 24 Wunden bei den Intercessoren, was in zwei weiteren Verlusten resultierte. Der Captain rächte seinen Brüder, indem er aus dem aus nur noch drei Necrons bestehenden Trupp im Wald einen weiteren herausschoss. Der Unsterblichen-Trupp auf dem Bunker verursachte beim Dreadnought einen LP-Verlust, der zweite Destructor aus dem Hintergrund vier weitere.

    Auf der rechten Flanke brachten sich die Unsterblichen aus dem großen Krater auf dem Hügel in Richtung des Serpents in Stellung. Damit kam sie innerhalb von 9" um die Weltenläufer und ermöglichten ihnen damit ihre Fluchtbewegung von W6". Der Wurf fiel mit drei Zoll nicht nennenswert aus. Als dann die Unsterblichen die Weltenläufer unter Beschuss nahmen, nutzten sie diese noch für weitere W6+1 ihre Kampftrance-Bewegung, aber auch die brachte nur zwei weitere Zoll. Die Hoffnung, sie an den Executioner heran und damit zumindest halbwegs in Deckung zu bringen, zerschlug sich. Dazu hatte ich noch den Malus ihrer Tarnung auf den gegnerischen Trefferwurf vergessen. Blieb nur noch die Gefechtsoption Schutz suchen. Im Endeffekt lief es damit aber auch nur auf ihren 5+-Rettungswurf gegen Beschuss heraus, der bei 13 Verwundungen aber relativ chancen los war.

    Zitat

    Firondhir befahl seinem Trupp den Rückzug, in dem Moment, als er die Necrons sich aus dem Krater herausbewegen sah. Auch wenn es ihm widerstrebte, der klobige Panzer der Losseainn war das einzige, was ihnen im Augenblick annähernd schutze bieten konnte. Noch während die fünf Weltenläufer lossprinteten, hörte er in seinem Rücken das bedrohliche Knistern der infernalischen Waffen. Grellgrüne Blitzen griffen nach den Fliehenden. Sie trafen einen der Weltenläufer und sprangen sogleich auf seinen neben ihm laufenden Kameraden über. Beide fielen zu Boden und regten sich nicht mehr. Firondhir stieß einen dumpfen Laut des Zorn aus. Dann fuhr ein Blitz in sein rechtes Bein. Er strauchelte. Das Bein war taub, und fühlte sich zugleich an, als währe die Haut unter seiner Rüstung weggebrannt worden. Er stöhnte vor Schmerzen. Im nächsten Moment war Margil über ihm.

    "Los, weg hier", sagte der blonde Weltenwanderer mit harter Stimme. Ohne sich noch einmal umzusehen, riss er ein dreieckiges Amulett von Firondhirs Gürtel und warf es in die Luft. Augenblicklich öffnete sich ein bernsteinschimmernder Riss vor ihnen. Margil packte seinen Freund unter den Armen und zog ihn hinein. Kaum dass die beiden Weltenläufer verschwunden ware, schloss sich das Portal, nur einen Geruch von Ozon zurücklassen.

    (Ja..... Plot Armour. :D Wer übrigens wissen will, was das für ein Teil ist und wo sie es herhaben, sollte "Ifiethion" lesen. ;) )

    Ein Trupp Destruktoren schoss noch erfolglos auf den Serpent, und damit war die erste Runde beendet.

  • Mondschatten 19. Oktober 2025 um 15:57

    Hat den Titel des Themas von „Eine harte Lektion - Asuryani Aspektheer vs. Ultramarines, die dritte.“ zu „Spielbericht WIP - Armeelisten und Szenario“ geändert.
  • Wenn ich so die Listen auf dem ‘Papier’ sehe wirkt es etwas unausgeglichen. Aber das Szenario ist ja dafür auch auf die Necrons zugeschnitten. Bin gespannt wie die Schlacht verläuft 😎

  • Mondschatten 20. Oktober 2025 um 22:28

    Hat den Titel des Themas von „Spielbericht WIP - Armeelisten und Szenario“ zu „Ein schicksalhaftes Wiedersehen - Runde 1“ geändert.
    • Offizieller Beitrag

    Liegt aber auch daran, dass ich den Phatomritter mitgenommen haben, der ist eigentlich zu punkteintensiv für eine 1000-Punkte-Liste. Aber ich wollte einfach mal sehen, was sie kann. Effizienter wäre sicherlich ein Phantomlord und ggf. noch ein Trupp Phantomwachen gewesen. Wir hatten auf unserer Seite ohnehin insgesamt 30 Punkte liegen lassen, die keiner von uns mehr ausfüllen konnte, selbst wenn ich die Weltenwanderer weggelassen hätte. (Und für den Style hab ich die eh gerne dabei, zumal es ja auch darum ging, ein Charactermodell zu jagen.)

    Diesmal wird der Bericht etwas sehr umfangreicher. Deshalb teile ich das ganze auf. Der zweiten Teil mit Runde zwei kommt dann morgen.

    • Offizieller Beitrag

    Runde 2

    Zu Beginn der zweiten Runde hatten wir durch den Abschuss des Destruktorlords 30 Punkte. Mein Mann hielt drei Missionsziele, wir keins, und kam dadurch auf 20. Nach den Reanimationsprotokollen war der Unsterblichen-Trupp auf dem Bunker und im großen Krater wieder voll. Der Trupp vorne im Wald verpatze seinen Wurf und bestand nur noch aus drei Necrons.

    Zitat

    Ungläubig verfolgte Atilus, was in den Trupps der Feinde geschah. Die gefallenen Skelette regten sich. Geschmolzened Metall zog sich zusammen, klaffende Löcher schlossen sich, abgetrennte Gliedmaßen glitten auf Körper zu und verbanden sich selbstständig mit ihnen. Nach wenigen Augeblicken standen die Krieger wieder auf.

    Wenn ein kurzer Moment des Zweifel, ob solch einem Gegner überhaupt beizukommen war, jemals in seinem Verstand existiert hatte, wischte er ihn im nächsten Moment weg. Sie waren Astartes, das Schwert des Imperators. Nichts und niemand konnte sich auf dauer gegen sie behaupten.

    Zitat

    Ydir beobachtete, wie die Necrons einer nach dem anderen wieder auferstanden. Er wusste um die Regenarationsfähigkeit ihrer künstlichen Körper. Hätten doch nur die auch die Geisterkrieger diese Fähigkeit... Er wischte den Gedanken beiseite. Der junge Geisterseher wusste, zu welchem Preis sich das einstige Volk der Necrontyr diese Unsterblichkeit erkauft hatte.

    Die Luke der Wellenschlange öffnete sich, graues Tageslicht drank in den dämmrigen Transportraum. Nun war es an der Silbergarde, in den Kampf einzugreifen.

    Die Phantomklingen stiegen aus dem Serpent aus und gingen sofort mit dem nun wieder vollzähligen Trupp im großen Krater in den Nahkampf. Mit 25 Attacken ihrer Geisterschwerter holten sie sechs Necrons aus dem Trupp heraus. Die zurückschlagenden Unsterblichen erreichten nichts. Auch der Barke gelang es mit einer Deppel-1 beim Verwundungswurf nicht, den Phantomritter zu beschädigen. Die Wellenschlage setzte sich derweil zu dem Missionsziel im Wald ab und versuchte, den Schweren Destruktor am Missionsziel auf der anderen Seite herauszuschießen. Dieser rüstete aber mit einer 6. Im Gegenzug verhinderte der Serpent den Schaden durch den Schweren Destruktor diesmal mit Hilfe seines Schildes und des Rettungswurfes.

    Der Trupp Destruktoren zogen sich aus der Reichweite der Phantomwächter, die nun den Weg frei hatte zurück, und schossen dabei auf die Wellenschlange, diesmal erfolgreich, und zerstörten den Panzer. Die Explosion blieb jedoch aus. Die Phantomwächter nutzten, da innerhalb von 12" um einen Aeldari-Spioniker, die Kampftrance-Bewegung von zusätzlich 2". Dadurch kamen zwei von ihnen in Waffenreichweite der Destruktoren. Die beiden kamen auf fünf Attacken und verursachten damit 2 LP-Verluste.

    Damit waren die Aktionen der Eldar auf der rechten Flanke aufgebraucht.


    Auf der Seite der Ultramarines schoss der Dreanought mit allem was er hatte inklusive überladener Plasmakanone auf die Destruktoren, die hinter dem Bunker hervorgekommen waren. Doch ledigloch die Gattling verursachte eine Wunde, die der Necron rüstete.

    Nun kam der Monolith heran. Sein Hauptgeschütz nahm dem Gladiator 2 LP, der damit auf 4 war. Zwei der Fluxprojektoren schossen auf den Phantomritter, und verursachten bei sechs Wunden zwei Lebenspunktverluste. Der dritte brachte -1 LP beim Captain, der vierte hatte bei den Intercessoren im Wald keinen Erfolg. Dann ging der Monolith in den Nahkampf gegen den Captain und den Gladiator. Das Portal, das der Monolith mit sechs S8-Attacken einsetzt, verursachte mit einer Wunde -3 LP beim Panter. Der Captain erhielt zwei Wunden und verlor damit seinen letzten LP.

    Zitat

    Die chromsilbern glänzenden Pyramide näherte sich unaufhaltsame. Der Kristall auf ihrer Spitze und die Waffen an den Ecken ließen unaufhörliche gleißend grüne Blitze auf die Astartes niedergehen. Wieder fielen einige seiner Schlachtbrüder unter dem Beschuss. Mit einem dumpfen Knall, gefolgt von einem metallischen Knirschen schob das gewaltige Konstrukt sich gegen den Gladiator. Dann öffnete sich langsam eine Luke an seiner Seite. Eine Fläche aus grün schimmerndem Licht lag dahinter. Atilus wappnete sich für das, was aus dem scheinbaren Tor hervorkommen mochte. Doch mit dem, was dann geschah, hatte er nicht gerechnet. Eine Eruption grünen Plasmas schoss aus dem Portal hervor, hüllte ihn vollständig ein und streifte das Chassis des Panzers. Er fühlte eisige Kälte, und dann nichts mehr. Der Ausbruch hinterließ eine tiefe scharte im Rumpf des Gladiators, von dem Captain war keine Spur mehr.

    Unbeirrt vom Verlust ihres Captains nahmen die beiden Intercessor-Trupps im Wald erneut die Unsterblichen auf dem Bunker unter Beschuss, brachten aber nur einen Unsterblichen zu Fall. Dafür reduzierten die Destruktoren den hinteren Trupp um weitere 4 Marines. Der Gladiator und der Monolith setzten ihrer Duell dank "Großer Kanonen ruhen nie" in der Schussphase fort. Der Monolith rettet allerdings gegen die eine Wunde, die das Hauptgeschütz des Gladiators verusachte. Auch der Executioner mischte sich mit voller Bewaffnung ein und verursachte dank Veheerender Verwundungen mit der Gattling zwei Lebenspunktverluste.

    Zitat

    Ydrir wandte sich nicht um, als er die Präsenz des Anführers der Losseain aus seinem Geist verschwinden spürte. Das Ereingnis war nur eine Randerscheinung in seinem Bewusstsein. Er durfte sich keine Ablenkung erlauben, musste sich vollständig auf die Leitung der Silbergarde fokussieren, damit sie ihre volle Zerstötungskraft entfalten können. Er wusste, die übrigen Krieger würden durch den Tod ihre Anführers nicht den Mut verlieren, im Gegenteil. Eine andere, knappe Botschaft erreicht ihn. Mwerylis zweistimmige Gedanken: Wir sind da.

    Schließlich griff der Phantomritter in den Kampf ein. Zwar nahmen die verbliebenen drei Schweren Destruktoren ihn unter beschuss, verusachten aber nur 5 Lebenspunktverluste. Der Ritter schoss zurück und nahm dem Destruktor am Missionsziel 2 LP. Dann ging sie mit dem Monolithen in den Nahkampf. Zwar gingen aus den 5 Attacken des Stoßangriffs nur eine Wunde hervor, die aber 6 Lebenspunkteverluste verursachte.

    Zitat

    Mit unbeirrbarer Eleganz schritt das riesige Phantomkristallkonstrukt vor. Grüne Lichtblitze umspielten ihre Hülle, schienen aber bis auf wenige Schrammen in der blauen Oberflächen keinen Schaden anzurichten. Wie beiläufig richteten sich die Raketenwerfer auf ihren Schultern auf einen Schweren Destruktur in der Ferne aus und deckten ihn mit weißen Plasmaentladungen ein. Dann stand sie vor der silbernen Pyramide. Der Monolith überragte sie nur unwesentlich. Mwerylis holte mit ihrer Geisterklinge aus und stieß die von violetten Ernergieblitzen umspielte Klinge tief in den Rumpf. Ein Zittern lief durch das Konstrukt. Als sie das Schwert wieder herauszog, schloss sich Öffnung nicht.

    Damit hatten alle Aeldari- und Space Marine-Einheiten ihre Aktionen abgeschlossen. Angesichts der vortgeschrittenen Zeit einigten wir uns darauf, dass Spiel an dieser Stell zu beenden. Nur der Erfahrung halber schossen die verbliebenen 22 Unsterbliche aus zwei Trupps auf den Phantomritter. Zusammen kamen sie auf 12 Wunden, verursachten dabei aber nur 1 LP-Verlust.

    Am Ende des Spiels blieb es bei unseren 30 Punkten für den Abschuss des Destruktorlords. Da die Necrons aber nach wie vor drei Missionsziele hielten, kamn noch einmal 20 Punkte dazu, also insgesamt 40.

    Zitat

    Ydrir ließ für einige Augenblicke seinen Geist über das Schlachtfeld ausschweifen. Sie hatten ihr Ziel erreicht das Ritual war unterbrochen worden, vorerst. War es nun noch ratsam, gegen die weiteren Necrons vorzugehen? Konnte er, mithilfe der Losseainn, sie vielleicht noch weiter zurückdrängen? Ydrir war kein Seher, kein Autarch. Weder konnte er die Runen der Vorhersage, noch den Verlauf einer Schlacht lesen. Das Ziel war erreicht. Er befahl den Geisterkriegern den Rückzug. Wenn die Losseainn einen möglicherweise aussichtslosen Kampf weiterführen wollten, sollten sie dies tun.

    Fazit

    Unserer abwechslende Einheitenaktivierung funktioniert vom Grund her mittlerweile reibungslos. Mit den Necrons als Fraktion, die wir bisher noch nicht gespielt haben, mussten wir einige Regeln allerdings noch neu eindenken. Vor allem die Reanimationsprotokolle warfen noch die Frage auf, wann der korrekte Zeitpunkt ist. Wir haben sie jetzt zu beginn der gemeinsamen Befehlsphase am Anfang der zweiten Runde durchgeführt. Korrekter im Anblauf müsste es aber sein, dass jede Einheit, die noch nicht aktiviert war und Schaden genommen hat, es am Anfang ihrer Aktivierung machen müsste, denn das entspräche der Befehlsphase im ihrem Zug. Das werden wir nochmal durchsprechen.

    Gegen Necrons können Geisterkrieger in gutem Maß austeilen und einstecken. Vor allem der Phantomritter hat Spaß gemacht, obwohl mit besseren Würfelergebissen sicher mehr herauzuholen gewesen wäre. Für eine 1000-Punkte-Aufstellung war er wohl zu punkteintensiv. Generell ließe sich gegen Necrons schicher auch was mit Aspektkriegern machen, dann wären auch etwas mehr Einheiten auf dem Feld. Da ich das Szenario aber als Fortsetzung zum "Herz von Ilthadash" gedacht hatte, passt wir der Verlauf und Ausgang ganz gut. Die dritte Runde wäre aber sicher noch interessant geworden. So war es trotz des Siegs nach Punkten für die Necrons ein gefühltes unentschieden.

  • Vielen Dank für den coolem und detailreichen Spielbericht. Hat viel Spaß gemacht zu lesen wie sich die Schlacht entwickelt.

    Finde es auch super zu sehen wie unterschiedlich das Spiel ist wenn man Alternative Aktivierung einsetzt. Denkst du das das Spiel dadurch länger wird weil man vor jeder Einheitenaktivierung länger nachdenkt? Hab da in anderen Foren lange Diskussionen zu dem Thema gelesen und würde gerne Mal deine Erfahrung zu wissen.

    • Offizieller Beitrag

    Länger nachdenken im Sinne vom taktischen Überlegen: da würde ich sagen unter dem Strich nein. Aktion und Reaktion verliefen teilweise absolut zügig nacheinander, kaum Verzögerungen. Kommt natürlich auf die Situation an und wenn man nicht so reagieren kann, wie man sich das zunächst gedacht hat.

    Was vor allem zu Anfang natürlich Zeit in Ansprucht nimmt/genommen hat, ist das Überlegen, wie man verschiedene Regeln umsetzt, damit der Effekt dem des Originalspiels möglichst nahe kommt (s. z.B. Reanimationsprotokoll). Für die Grundregeln hat sich das inzwischen eingependelt. Für die Armee- und Einheitenregeln kann das immer noch vorkommen, wenn die bisher noch nicht zum Einsatz kamen.

    Dass es diesmal auch wieder länger gedauert hat, lag dann auch zum Teil daran, dass mein Mann die Regeln vorher noch garnicht kannte und immer mal wieder was nachlesen musste, was Cynewulf und ich schon automatisiert haben. Aber mein Mann hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe für sowas. ^^

    (Um zum ganzen Bild der letzten Spieldauer gehört auch, dass mein Mann sich an dem Tag für eine kurze Erledigung verabredet hatte, dann Essen holen war, derweile meine Schwägerin mit Mann und Tochter auf einen kurzen Besuch vorbekamen und wir, als die wegwaren, erstmal gegessen haben. Passenderweise spielte sich das alles zwischen der ersten und zweiten Runde ab. :D )

  • Vielen Dank für deine Eindrücke (und die Einblicke wie schwierig es sein kann ein 40k Spiel durchzuziehen wenn man mitten im Leben steht 😅)

    Vielleicht springt ja GW zur 11. doch endlich über seinen Schatten und steigt auf AA um. Dann kann man schließlich auch gleich wieder neue Codices verkaufen…