Anfänger braucht Hilfe armeeaufbau

  • Hallo zusammen, ich hatte gerade meine ersten Schlachten mit den Eldar. Und naja ich bin mehr als untergegangen. Natürlich habe ich schlecht gespielt, allerdings fand ich die eldar im Vergleich zu den space Marines zu schwach. Wir hatten mehrere 1.000 pkte Listen gespielt. Und ich hatte unter anderem gegen redemptor Dreadnought oder Eradicators nicht den Hauch einer Chance. Gerade diese beiden Einheiten sind aus meiner Anfängersicht im Vergleich zu ähnlich viel kostenden eldar Einheiten sehr overpowered.

    Ist das nur meine Sicht oder haben die Eldar da nichts vergleichbares? Ansonsten habe ich dire Avengers, Wave Serpent, fire prism Windriders, wraithguard und als HQ asurmen und Spirit Seer. Abgesehen von den HQ auch alles mehrfach. Kann man mit den Einheiten ein vernünfties Grundgerüst für 2000 Punkte zusammenstellen? Was würde noch fehlen? (Einzig die fireprisms haben mir richtig gut gefallen. Farseers sind auf jeden Fall noch geplant). Und als letzte Frage ich habe ohne stratagems gespielt. Das war mir am Anfang noch etwas zu viel, welche würdet ihr empfehlen? Freue mich über jede Hilfe.

    Liebe Grüße

    Michael

  • Tja, die Eldar haben es im Moment nicht leicht. Eradicators und Redemptor sind gut, aber keineswegs OP. Aktuelle Drukhari und Admech, auch SoB sind da ein ganz anderes Kaliber. Dagegen sehen auch Marines meisten keinen Stich. Aber das Meta ist in Bewegung und sobald der Eldar Codex kommt, dürften die Spitzohren wieder Tier 1 sein. Powercreep ist in der 9. Nunmal seit der DG so ein Ding. Mal sehen wie mächtig die Orks jetzt werden...

    Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Das hat er noch nie getan. Das der Zweck die Mittel heiligt war seit jeher die Ausrede aller Versager die versuchten ihr illegitimes Handeln vor ihren Vorgesetzten zu rechtfertigen. Seit jeher hat nur der Erfolg die Mittel geheiligt...

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  • Der grundlegende Punkt bei Weltenschiff-Eldar ist, dass die Einheiten auf den Punkt genau beim passenden Gegner sein müssen. Das heitß, der größte Fehler, den man machen kann - und ich mache den eigentlich andauernd - ist, sich auf Stellungskamof einzulassen.

    Die hohe Feuerrate von Asuryans Rächern sind bei Space Marines eingentlich ein solider Kern, vor allem mit der Chance auf einen besseren DS bei 6er-Verwundungswürfen. Da würde sich das Weltenschiff-Attribut Biel-Tan anbieten, wobei ich das noch nicht gespielt habe, hab sonst immer Alaitoc genommen. Gegen Space-Marine-Infanterie sollten sie reichen. Allerdings halten sie, wie alle Aeldari-Infanterie, nicht viel aus. Daher bei früher immer Alaitoc. Der Gegner muss in meine Reichweite kommen.

    Geisterkrieger sind eine gute Wahl, wenn auch teuer. Ich hab damit mal einen Monolithen platzen lassen. (Leider standen sehr viele verbündetet Feuerkrieger drum rum.) Allerdings hab ich bei denen oft den Fehler gemacht, ihre Robustheit zu überschätzen. Außerdem sind sie langsam. Deshalb würde ich wahrscheinlich versuchen, sie mit dem Serpent dorthin zu bringen, wo sie am effektivsten sind, also zu den großeren Einheiten mit mehr als zwei LP.

    Der Ilum Zar geht immer. Ich hab in der Regel zwei im Einsatz. Auch hier gilt, möglichst die härteren Ziele rauspicken. Ich bevorzuge dabei den mittleren Feuermodus.

    Mmn Pflicht gegen Dosen jeder Art sind Schwarze Khaindar (ab dem nächsten Codex wahrscheinlich Schwarze Schnitter, zumindest werden sie im Hautregelbuch inzischen so bezeichent.) Die Raketenwerfer sind ideal gegen gut gepanzerte Infanterie und der Aeldari-Raketenwerfer des Exarchen gibt nochmal eine Möglichkeit gegen schwereres Gerät.

    Einen Versuch wert sein können auch Feuerdrachen oder Warpspinnen.

  • Hab ne Weile überlegt, wie ich dir helfen könnte ohne dich zu demotivieren.

    Obwohl ich nicht weiß, wie und was ihr gespielt habt, hier mein Versuch:


    Craftworlds sind und waren (abgesehen von extremen Spamlisten) nicht gerade einsteigerfreundlich. Wie Mondschatten schon gesagt hat, müssen deine Einheiten immer zu ihren Bedingungen kämpfen, werden häufig outranged und sind sehr fragil. Da heißt es Geduld haben, probieren und üben, bis du ein Gefühl dafür hast, was du den einzelnen Elementen zutrauen kannst.


    Im Vergleich mit den Primaris-Marines ist der 8te Edi. Codex sicher ein Hindernis, aber Craftworlds haben durchaus Potenzial, was den Schadensoutput angeht. Im Gegensatz zu wiederstandsfähigeren oder billigernen Armeen muss du immer darauf achten, das der Gegner möglichst gar nicht zurückschlagen kann, während du methodisch seine wichtigen Ziele aus dem Spiel nimmst. Welche diese Ziele sind, hängt von der Armee des Gegners und der Mission ab. Bekämpft man die Schadensquellen oder lieber die ObSec. Units ? Man sollte mit den Craftworlds nicht nur sich selbst, sondern auch den Gegner gut kennen sollte, um zu gewinnen.


    Deine Einheiten sind alle gut und spielbar, einzig von Asurmen kann ich, besonders auf 1000pt, nur abraten. Die Phönixlords sind mMn. alle viel zu teuer für das was sie können. Und ja ,die Anschaffung eines Farseers halte ich für unerlässlich. (mit Smite, Doom und Executioner sieht der Tag gegen Primaris-Marines gleich ganz anders aus ;))


    Grundlegend gilt in den 9ten. Editions Missionen; Habe kleine Wegwerfeinheiten, welche geopfert werden können, um Misssionsziele einzunehmen, ohne einen großen Verlust darzustellen, (also lieber 2mal5 Dire Avengers im Serpent statt 1mal10, ggf. nicht mit allen gleichzeitig aussteigen, 5 Ranger, 3 Bikes, usw.)


    Zu den Stategemen: Auch wenn es am Anfang viel Information ist, sind sie für das Spiel unerlässlich. Es gibt viele Einheiten die nur mit Strategem irgendeine Form von Funktion ausüben oder stark werden. Ich denke das Craftworlds ohne Fire and Fade, Lightning Fast Reaktions, Matchless Agility, Webway Strike und im Fall von eingesetzten FirePrism(s) Linked Fire weniger konkurrenzfähig sind.


    Ansonsten rate ich zu Abwarten und Tee trinken, bis ein neuer Codex da ist. :whistling:

    ...it is like kapitalism, maybe there is nothing wrong with the game itself, perhaps it is with the players...


    Träger des Dings