Seid gegrüßt Leute, ![]()
es ist schon eine ganze Weile her, dass ich etwas Produktives hier im Forum postete, aber nicht, weil ich kein Interesse mehr am Hobby habe oder anderweitig Prioritäten setzen musste.
Nein; vielmehr war es eine Kombination aus schwindendem Elán und einer Anzahl von Kleinprojekten, die zwar gestartet aber nie so wirklich fertig werden wollten. Seien es die letzten Pinselstriche, 1-2 Modelle, die für eine Einheit noch fehlen, oder wie im heutigen Beispiel ein paar ansehliche Fotografien.
Jedenfalls bin ich aktuell dabei meinen Arbeitshaufen der Reihe nach abzuarbeiten, damit ich wieder für euch was präsentieren kann.
Beginnend Heute mit einem Projekt, dass schon seid April in Arbeit lag, technisch gesehen Ende August fertig wurde, aber bis vor Kurzem noch keine hübschen Bilder hatte:
Ich präsentiere aus den Reihen der Votann für Kill Team:
Die Hearthkyn (oder auch Flammkyn?) Bergungscrew
Als die Votann für 40K angekündigt wurden, da hatte ich mir schon ein wenig in den Hintern gebissen, dass Sie nicht schon raus gekommen waren, bevor ich mit dem Hobby began.
Sie haben eigentlich alles angesprochen, was mich interessierte:
- Sie sind im 40K-Universum als Söldner unterwegs
- spieltechnisch primär eine Fernkampfarmee
- keine großverschalteten Regeln
- überschaubares Einheitensortiment
- hübsch designte Modelle
Ich war schon ziemlich fortgeschritten mit meiner imperialen Söldnerarmee und noch einmal von Vorne beginnen wollte ich jetzt nicht; wo ich doch noch soviel zu erledigen habe.
Da mich jedoch der Codex für das Astra entäuschte und somit auch die 10. Edition unattraktiv wurde, war mein Fokus weiter auf Kill Team gerückt.
Ist auch wesentlich praktischer: kann man von jeder Fraktion etwas spielen, ohne gleich hunderte von Euro für eine gültige Armee ausgeben zu müssen.
Der Ehrlichkeit halber muss ich an dieser Stelle mit vermerken, dass ich nicht allein an diesem Projekt gearbeitet habe.
Ich wusste von vornherein, dass ich mit meiner extrem langsamen Bemaltechnik ewig an diesem einen 10er Trupp hängen würde und ich wollte unbedingt mit der Bergungscrew spielen, bevor Sie wieder "ungültig" wird.
Die rettende Lösung kam in Form von Commander_Azariel , der in unserem Forum und Discord seine Pinselfähigkeiten schon mehrfach unter Beweis gestellt hatte.
Nach einer kurzen Rücksprache hatte sich ein Plan entwickelt:
- Ich baue die Miniaturen in übersichtlichen Baugruppen auf (... und kitbashe dabei gleich wieder)
- Grundiere die Teile im Vorfeld
- Gestalte die Base
- ... und bemale die Gesichter; weil es meine kleine Spezialität ist
- Commander_Azariel übernahm für einen entsprechenden Sold
die eigentliche Bemalung der Miniaturen.
- von mir gab es noch ein paar winzige Details an den Amaturen ihrer Handschuhe
Der Bash selbst war innerhalb von einer Woche abgeschlossen.
Mir gefiehl das Design der Ionenwerfer insgesamt, aber ich bevorzuge immer noch das Gefühl, dass meine Truppen mit Bleigeschossen um sich werfen, anstelle von Energiestrahlen.
Die Lösung: die Magazinkule freigekratzt, die Bolttrommel aus dem anderen Bitz entfernt und eingeklebt.
In weniger als 5 Wochen waren die Bodies fertig angestrichen ![]()
ich hingegen benötigte 2 Monate, bevor ich überhaupt fertige Köpfe ...
... geschweige denn vollständige Bases aufsetzen konnte.
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Ihr seht: selbst mit tatkräftiger Unterstützung bin ich noch immer langsam, wie Sau.
Gut, der Fairniss muss ich mit erwähnen, dass ich bei den Gesichtern das erste Mal mit Hautfarben von Army Painter gearbeitet habe, um hellere, blasse Töne hinzubekommen.
Die Droppelflaschen sind für mich gewöhnungsbedürftig und auch die Farbkonsistenz war ein wenig schwankend, aber das kann auch an meiner Verdünnung liegen.
Hier aber nun die Modelle in ihrer individuellen Glorie:
Theyn - Zugführer
Um die Pose exakt so hinzubekommen, wie ihr es auf den Fotos seht, mussten beide Arme aus jeweils 2x Bitz angelegt werden.
Unterarm für die jeweilige, korrekte Bewaffnung und der Oberarm (getrennt am Ende des Handschuhs) für den richtigen Haltewinkel.
Spieltechnisch hat sich der Theyn schon mehr gelohnt, als ich überhaupt angenommen hatte. Von allen Crewmitgliedern hat er die höchste Kill-Ratio.
Jedes Mal, wenn das Team in einem Spiel total vergeigt kommt er daher und tötet gleich 2x Gegner in einer einzigen Aktivierung.
Hy-Las Gewehr - Schütze
Eines der ersten Modelle, die fertig wurden, weil ich hier auch fast gar nicht mit der Feile angelegt habe. Mir gefiehl das Hy-Las Gewehr so, wie es war (abgesehen von der fehlenden Mündung) und das es auch von einem Ironkyn getragen wurde.
Kinlynk - Funkerin
Nichts motiviert den durchschnittlichen Söldner mehr, als eine liebliche Stimme, die ihm sagt, wo der Hase langläuft ... außer Geld velleicht.
Jedenfalls gehe ich mal davon aus, dass Sie über ein reizendes Sprechorgan verfügt. ![]()
Abseits davon nutze ich die Kinlynk vor allem für ihre Zweitfunktion:
Für einen Aktionspunkt kann Sie Gegner markieren und dazu zwingen, dass diese erst aktiviert werden können, wenn alle Anderen davor schon aktiv waren. Quasi Prioritätsziele hemmen.
Ihr Rucksack hat eine leichte Veränderung erhalten. Das rechte Knubbel habe ich entfernt, damit der Rucksack schnittiger und nicht so schwer rüberkommt.
Minigunner - Schütze
Der Monitor wurde von mir entfernt, damit die Minigun auch wie eine Minigun
aussieht. Das Teil ist auch so schon schwer genug. Die extra Last obendrauf ist nicht notwendig. ![]()
L7-Raketenwerfer - Schütze
Ich hatte ein paar zusätzliche Einzelmodelle bestellt, weil mir ein paar der Posen überhaupt nicht gefielen. Dadurch hatte ich ein paar Body-Bitz übrig.
Das gab mir die Gelegenheit ein paar Details an den bestehenden Modellen anzupassen. Bei dem Raketenwerferschützen waren es die Robo-Beine, die mir nicht so recht gefallen wollten.
Eine Prothese wäre noch okay gewesen, aber 2 sind zu unatürlich für meinen Geschmack.
Also die Robofüße entfernt und durch herkömmliche Stiefel ersetzt.
Ob er darunter trotzdem über Prothesen verfügt, dass ist eurer Fantasie überlassen. ![]()
Sanitäterin
Hier musste ich wieder tief in meine Trickkiste greifen.
Ich wollte, dass (fast) jeder Hearthkyn über den selben Rucksack verfügt. Zeitgleich sollte aber auch deutlich zu erkennen sein, dass es sich bei ihr um einen Sani handelt. Die Base ist nicht groß genug, um ihr darauf einen Arztkoffer zu stellen und auch die Standardpose mit dem gezückten Plasmamesser war keine Option.
Es blieb nur ein Ausweg; ich musste ihr die Tragetasche des Schleppers verpassen. Vorteil hierbei war, dass der Griff für ihr persönliches Messer gleich mal an dem Bitz mit angebracht war. Ich musste lediglich das große Schwert an der Seite abknipsen und Zusatzgurt mit der Kampfschrotflinte auf der Rückseite entfernen.
Schlepper
Wenn ich gerade schon diesen Kumpel erwähnt habe ...
Dadurch, dass ihm jetzt eine Tasche fehlte, die auch an seinem großen Rucksack bittechnisch verbunden war, musste ich ein wenig kreativ werden.
Die Lösung: Am oberen Ende, wo jetzt eine Lück war, habe ich eine der kleinen Taschen angeklebt, die normalerweise für deren Gürtel gedacht war.
Somit sah sein Rucksack wieder bis zum bersten vollbeladen aus.
Grenadier
Hier gab es nicht all zuviel zusagen:
Anstelle des Granatengurtes gab ich ihm seine Boltistole, damit sein Waffenprofil deutlicher zu erkennen ist.
Kleines Detail am Rande:
Allen Hearthkyn, die eine Pistole oder Revolver in der Hand halten, habe ich den Pistolengriff aus dem Halfter entfernt.
Macht keinen Sinn, wenn Sie ihre "Primärwaffe" schon im Anschlag haben
und ihr einziger Stauraum noch belegt ist. ![]()
Lokatr - Scanner
Bei dem Lokaatr war ich mir nicht ganz sicher, ob es ein regulärer Hearth- oder Ironkyn werden sollte. Ich wusste nicht einmal, ob ich es Mann oder Frau sein lassen wollte. Geschweige denn, wie ich es darstelle, dass mit den Scanutensilen besser "gesehen" werden konnte. Den Standardkopf wollte ich jedenfalls nicht verwenden.
Folglich bekam "es" also einen Helm, wodurch es völlig offen ist, Wer oder Was darunter steckt. ![]()
Bei dem Rucksack bin ich wie mit meiner Kinlynk vorgegangen: das übermäßig schwere Klimbim 'drumherum wurde abgeknippst und ausgetauscht gegen eine Antenne + Radarschüssel vom Rucksack eines imperialen Kasrkin.
Dadurch wirkt der Rucksack nicht so unhandlich und übermäßig schwer.
Kognitaar - Unterstützer
Eine der wenigen Figuren, die nach Basic-Bitch Format aufgebaut wurde. Dass der Kognitaar, also die laufende Rechenmaschine, nur ein Ironkyn werden konnte, das war für mich selbstverständlich.
Commander_Azariel hatte sich sehr viel Mühe mit dem Display gegeben. Es ist verdammt schade, dass Aufgrund der Pose es nicht so gut zu sehen ist. ![]()
So, das war es auch schon wieder für Heute.
Ich habe noch ein weiteres Modell vor kurzem fertig bekommen; die beste Arbeit von mir in diesem Jahr (aus meiner Sicht jedenfalls)
Das werde ich hier bald vorstellen, sobald ich gute Lichtverhältnisse wieder bekomme und vernünftige Fotos machen kann.
Bis denn dann. ![]()